Im Spiegel des Augenblicks

70 Frauen
70 Spiegel
70 Bücher

„… einen Augenblick, bitte!“

Mit dieser Aufforderung und der Frage: „Gibt es in einer Deiner Taschen zufällig einen Handspiegel, den Du nicht mehr brauchst?“ bat ich 2014 Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis darum, mir einen Taschenspiegel zu überlassen. Die Spiegel-Vorderseite sollten die ‚Spenderinnen‘ mit ihrem Vornamen, die Rückseite mit einem Datum beschriften. Letzteres allerdings hatte es in sich, denn es sollte ein besonderes Datum sein, an das sich die Damen erinnerten, wenn ihr Blick in den Spiegel fiel: Ein Rendezvous, die Geburt eines Kindes, der erste Kuss oder, oder, oder …
Zunächst archivierte ich die Spiegel – ich erhielt über 70 Stück – um sie später in Kunstobjekte umzuarbeiten. Die Nachnamen und das erinnerte Ereignis an sich, blieben ab da für immer das wohlgehütete Geheimnis der Frauen.

Der Altarfalzfolder

Die Ankündigung

Erste Blicke

Eines von siebzig

Der Eröffnungsabend in der Auferstehungskirche Fürth: Stilvoll begleitet von klassischer Musik, einer wunderbaren Ansprache von Thomas Reher sowie gut gelaunten Besucher*innen, Freund*innen, Künstler*innen.
Sogar der damalige Präsident der Kunstakademie Nürnberg, Prof. Otmar Hörl und Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung waren an dem Abend zu Gast.

In der Stille des Kirchenraums in ein aufgeschlagenes Buch schauen
und dabei im Spiegel sich selbst wiederfinden.

Petra Annemarie Schleifenheimer

Idee

Auf den Kirchenbänken liegen offene Bücher. Immer, auch während der Gottesdienste

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Making of

Der handwerkliche Vorgang an sich, einen einzigen Spiegel in ein einziges Buch einzuarbeiten, erscheint relativ simpel. 70 Bücher aber mit Spiegeln zu versehen …

Darüber gibt es ein Booklet …

First cut is the deepest

Auswahl

Die Bücherauswahl traf ich in meiner eigenen Bibliothek. Meine liebsten und wichtigsten Bücher. Die Zeilen, welche ich für die Spiegel ausschnitt, kamen in ein neues Buch.

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