Zum Tod von Reinhard Bienert überschrieb die Nürnberger Nachrichten ihren Nachruf mit diesen Worten – ein Satz, den auch der Pfarrer in seiner Abschiedsrede noch einmal aufgriff.
Unter seinem Künstlernamen EZIMO war der Anfang Januar 2026 verstorbene Künstler weit über die Grenzen der fränkischen Metropole hinaus bekannt. Sein Wirken erstreckte sich über das eigene Kunstschaffen hinaus: als Gründungs- und Ehrenmitglied des Kunstvereins Spectrum, als Inhaber der Kunstschule am Rothsee sowie der Kunst+Design Schule Nürnberg und nicht zuletzt als 1. Vorsitzender des Bundes Fränkischer Künstler.
Der 1947 in Prag geborene Künstler war Ideengeber, Initiator, Ratgeber und Freund. Unermüdlich und engagiert, in vielen Kreisen aktiv und bestens vernetzt, prägte er über Jahrzehnte die regionale Kunstszene. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche am Nürnberger Johannisfriedhof und der lange Zug von Verwandten, Freundinnen und Freunden, von Schüler:innen und Kolleg:innen auf dem Weg zum Grab zeugten eindrucksvoll von seiner Bedeutung und Wertschätzung.



Obwohl der Himmel über Nürnberg an diesem Nachmittag dunkel und regenverhangen war, empfand ich den Abschied wie eine leuchtende „Finissage“ für einen, bis zu seinem Tod aktiven Künstler. Als Kollege und Freund – Reinhard wird in meiner Erinnerung durch persönliche Begegnungen und gemeinsame Ausstellungen vielfarbig weiterleben