Atelier PAS
Petra Annemarie Schleifenheimer

Ein Künsterinnenleben

Birgit Maria Götz stellt im kultur.lokal.fürth aus

Was für eine feine Idee„, war mein erster Gedanke, als ich von der nächsten Ausstellung im k.l.f. erfuhr: Birgit Maria Götz wird dort Arbeiten zeigen, die – laut Kulturamt – eine „außergewöhnlichen Reise durch Fürth“ darstellen. Birgit wird im Freien malen, vor dem Kulturlokal gegenüber des Bahnhofs – „en plein air“ – genau so, wie ein Großteil ihrer flirrenden Gemälde entsteht.

Damals, als vor einigen Jahren das kultur.lokal.fürth startete, hatte Birgit bereits in der location, direkt neben meinem Atelier PAS, ihre Zelte aufgeschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes, die Künstlerin verbrachte sogar die Nächte dort, wo vorher ein chic designtes Reisebüro untergebracht war. Soweit sie mir nun schon verraten hat, will sie auch die kommenden zwei Wochen im k.l.f. nächtigen.

Künstlercafé

Bei unserem letzten Gespräch hielt sie dann gleich noch eine Überraschung für mich bereit, nämlich die Frage, ob ich mit einigen Künstler Kolleg:innen während ihres Ausstellungs – Slots dabei sein möchte. Da musste ich nicht wirklich lange überlegen, schließlich kennen wir uns schon … aber, dazu unten mehr.

Selbstverständlich bin ich sehr gerne mit dabei, wenn Künstlerfreundin Birgit zum nachmittäglichen Künstlercafé am 31. Mai 2026 ins k.l.f. einlädt am. Jedoch heißt es jetzt erstmal Aufbau! Am Mittwoch, 20. Mai 2026 geht es damit nachmittags los und ich bin bereits sehr gespannt, wie vielfältig sich unsere gemeinsame Show gestalten wird.

TALES OF TRANSITION

Das ist der Titel, der über meinen drei Arbeiten steht, welche ich für die Ausstellung bei Birgit Maria Götz ausgesucht habe. Warum meine Wahl darauf fiel, das lesen Sie hier:

Gefühlt, liebe Birgit,
kennen wir uns bereits ein halbes Leben.

Bereits während meiner Zeit als Innenarchitektin begegneten wir uns zum ersten Mal. Eine meiner Auftraggeberinnen erwarb damals ein großes Gemälde von Dir für ihre Wohnräume — zu sehen war das „Ponyhäuschen“ im Fürther Stadtpark. Ich erinnere mich noch gut daran, wie stolz ich war, dass ein so wunderbares Bild — noch dazu von einer in Fürth lebenden Künstlerin — einen von mir gestalteten Raum schmücken sollte.

Als ich mich ab 2010 nicht mehr nur auf die Suche nach Kunstwerken für meine Bauherrschaften machte, sondern begann, selbst künstlerisch zu arbeiten, wurde Dein Atelier in der Badstraße für mich zu einem besonderen Ort. Dort lernte ich nicht nur das Aquarellieren, sondern auch, wie inspirierend das Arbeiten in solch einem Raum sein kann. Unsere Begegnungen reichten vom Malen bis hin zum gemeinsamen Yoga.

Seither gab es unzählige weitere Momente: bei Ausstellungen und Festen, bei zufälligen Treffen auf dem Fürther Markt, zwischen kurzen Gesprächen und langen Wegen, wenn Du, mit Malutensilien beladen,
Richtung Stadtpark unterwegs warst. Und schließlich neulich, im Frühjahr 2026, als Du mich eingeladen hast, im Babylon Kino auszustellen.

In den letzten, fünfzehn Jahren, in denen ich nun schon künstlerisch tätig bin, haben sich meine Arbeitsweisen ebenso verändert wie die von mir verwendeten Materialien. Aus dem anfänglichen „Malen“ entwickelte sich nach und nach ein vielschichtiges Arbeiten in unterschiedlichen Gattungen.
Mein Schaffen bewegt sich heute zwischen Beobachten, Fotografieren, Sammeln und Verdichten,
Erzählen und prozesshaftem Gestalten.

Deine Arbeiten erkennt man sofort: die flirrenden Stadtansichten, die leuchtenden Parklandschaften, die besondere Atmosphäre Deiner Bilder. Meine Arbeiten hingegen bewegen sich häufig in Grenzbereichen, sie wirken wie Zustände des Übergangs.
Gerade diese Unterschiedlichkeit betonen die drei Objekte, die ich für Deine Ausstellung ausgewählt habe:

TALES OF TRANSITION
– pale witnesses

almost human
quiet creature


Es freut mich sehr, bei Deiner aktuellen Ausstellung hier im k.l.f dabei zu sein.

Dankeschön an
Thomas Scherer für die Momentaufnahme im Bistro des BABYLON Kinos
sowie an
Roland Glaser für das Foto mit Birgit im k.l.f.