Atelier PAS
Petra Annemarie Schleifenheimer

LETZTE WORTE beim 7. Weißenburger Kunstpreis

Ausstellungseröffnung in der Kunstschranne

Kirche, Getreidespeicher, Feuerwehrhaus – die Kunstschranne in Weißenburg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Heute ist das historische Gebäude ein Ort der Begegnung und der Kunst.

Dort, wo vor wenigen Tagen noch unzählige Tische sorgfältig für die Abiturprüfungen aufgestellt waren, wo ich meine Exponate zunächst in einem abgetrennten Bereich stapeln sollte, hat sich die Atmosphäre vollständig verwandelt.

Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Eva Reichstadt

Was man nicht sieht

Blumenschmuck, Stehtische und ein Rednerpult prägen nun den Eingangsbereich. Alles ist vorbereitet für die Eröffnungsansprache der Oberbürgermeisterin. Gleich am Eingang empfängt ein großer Tisch mit Flyern und Visitenkarten die Gäste. Dahinter begrüßt das Team des Kulturamts die Besucherinnen und Besucher herzlich. Nach vielen Wochen der Vorbereitung beginnt heute Abend die Ausstellung zum 7. Weißenburger Kunstpreis.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die umfangreiche Arbeit im Hintergrund, die oft kaum wahrgenommen wird und doch unverzichtbar ist.

Die Leiterin des Weißenburger Kulturamts, Andrea Persch, mit Mitarbeiterinnen.

„Vielfalt aktueller Kunst“

Unter dieser Headline beschreibt heute die örtliche Tageszeitung die Werke von uns ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern. Auf Stellwänden und im gesamten Ausstellungsraum verteilt, sind Gemälde, Fotografien, filigrane Holzskulpturen und sogar ein riesiges Auge, das betreten werden kann, zu sehen.

Konzentration in der Fülle

Etwas versteckt, in einer Nische direkt hinter dem Eingang, befindet sich meine Arbeit LETZTE WORTE. Die 23 Kissen sind diesmal hufeisenförmig angeordnet, sodass die Besucherinnen und Besucher das Werk regelrecht betreten können. Diese Präsentationsform ermöglicht sowohl die konzentrierte Beschäftigung mit einzelnen Zitaten als auch einen Überblick über die Gesamtheit der Arbeit.

Zahlreiche Gäste nutzen die Gelegenheit, sich intensiv mit den letzten Worten Verstorbener auseinanderzusetzen. Sie versuchen zu entschlüsseln, was manchmal fragil, manchmal beinahe geflüstert erscheint – Worte, die ich auf ehemalige Paradekissen gedruckt habe.

Auch dieser Eröffnungsabend bot wieder viele Gelegenheiten für persönliche Gespräche. Dabei konnte ich die Idee hinter meiner Arbeit erläutern und Fragen zum Entstehungsprozess beantworten. Gleichzeitig erzählten mir zahlreiche Besucherinnen und Besucher von ihren eigenen Erfahrungen und von den Worten, die ihnen verstorbene Angehörige oder Freunde hinterlassen haben. Das sind, in dem ganzen Vernissagen Event, für mich sehr berührende Momente.

Besucherin versunken in LETZTE WORTE

Wie schon bei den vorangegangenen Ausstellungen an anderen Orten, sammelte die bereitgestellte Box erneut Gedanken, Erinnerungen und mögliche „letzte Worte“ der Gäste – auch wenn viele zunächst schmunzelnd oder nachdenklich anmerken, dass dies „natürlich noch viel zu früh“ sei.

Dennoch füllt sich die Box zunehmend.

DANKE an alle, die an meinem Work in Progress und meiner Langzeitbeobachtung Nr. 7 teilnehmen. Mit ihren Beiträgen bereichern sie nicht nur das Projekt, sondern werden selbst Teil der Arbeit.

DANKE an das Weißenburger Tagblatt für den ausführlichen Vorbericht mit dem Hinweis auf mein partizipatives Projekt.