Wie bitte?
Ich hatte Renate — hier links im Bild — von meinen Runden durch den Stadtpark erzählt. Davon, dass dort seit wenigen Tagen ein neuer „Goldener Gast“ wächst. Und davon, dass eines der Objekte, die derzeit als „Flecken“ die Wände der BABYLON besiedeln, genau diesen Titel trägt.


Als wir uns nun zur Betrachtung meiner Arbeiten im BABYLON Bistro trafen — ganz im Sinne der Bierfilz-Botschaft „Komm auf ein Bier mit mir!“ — mussten wir uns natürlich unter eben jenem Objekt fotografieren lassen. Nach kurzem Innehalten erkannte meine Nachbarin schließlich auch das Material, aus dem die Arbeiten ursprünglich entstehen. Nicht weiter verwunderlich, schließlich hatten mich einige Hausbewohner:innen über Wochen hinweg immer wieder mit Nachschub versorgt.
Allerdings hatte dieses Material seine Tücken: Allzu oft blieb ich an einzelnen Artikeln hängen, verlor mich in ihren Geschichten und vergaß darüber beinahe das eigentliche Arbeiten. Nun ja — spätestens jetzt dürfte klar sein, worum es sich handelt.


Doch zurück zu unserer Begegnung, zu der ich — statt zu einer klassischen Vernissage — eingeladen hatte. „Der Goldene Gast“ ist eines von elf Exponaten aus der Reihe der „Objekte im Grenzbereich“. Jedes Element zeigt Pflanzen aus dem Fürther Stadtpark, fragile Erscheinungen zwischen Nähe und Erinnerung. Der Goldene Gast allerdings trägt noch etwas Eigenwilliges bei sich: einen kleinen Satelliten, der ihm folgt wie ein stiller Begleiter.


Da sich das BABYLON Kino nur wenige Schritte von meinem Atelier entfernt befindet, dauerte es nicht lange, bis weitere Nachbar:innen „auf ein Bier“ vorbeischauten. Und wie so oft blieb es nicht bei einem Getränk und nicht bei einem einzigen Gespräch. Zwischen Kunst, Geschichten und einer gewissen Feiertags-Leichtigkeit wurden aus dem einen Bier an diesem Abend sogar ein paar Gläser Prosecco.